Die Konzertreihe „Junge Stimmen“ hat sich längst in der Kreisstadt etabliert. Als weiteres musikalisches Highlight darf darum die italienisch-spanische Nacht im Siegburger Stadtmuseum gelten. Das von der Chorgemeinschaft GERMANIA Siegburg geförderte Projekt lockte viele Hörer an, unter ihnen auch Chorvorsitzender Hans-Josef Bargon, Präsident und Bürgermeister Franz Huhn und Dirigent und Chordirektor Stefan Wurm. Für die jungen Stimmen, die gelegentlich auch bei den Konzerten der GERMANIA zu hören sind, ist das Förderprojekt zu einer beispielhaften Initiative geworden, die man den Professoren Liselotte Hammes und Karl Josef Görgen zu verdanken hat.
Der Liederabend mit auserlesenen Perlen und Bravourstücken aus der Zeit und dem reichen Fundus der italienischen Canzonen und spanischen Zarzuelas war von der charmanten Korrepetitorin, Mentorin und Moderatorin Marietheres Görgen sehr sorgfältig konzipiert worden und sollte die musikhistorische Bedeutung dieser Liedgattungen betonen, die es in dieser Musikform nur in den Mittelmeerländern gegeben hat. Musikgeschichtlich sind sie als die eigentlichen Vorläufer der Arien anzusehen und haben daher eine wichtige musikpädagogische Funktion. Das soll aber nicht heißen, dass die Lieder als „Etüden“ zu betrachten sind. Marietheres Görgen machte dies eingehend mit ihren trefflichen Kommentaren deutlich, was in italienischer und spanischer Sprache dargeboten wurde.