Schneebedeckte Straßen und eine Erkältungswelle hatten die Schar der GERMANIA-Sänger bei der Jahrersabschlussfeier in der Gaststätte „Zur Post“ auf dem Stallberg dezimiert, doch tat dies der guten und ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch, wovon sich auch Präsident Franz Huhn überzeugen konnte.
Bevor er in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub aufbrach, lobte er seine „Troubadoure“ für ihren Probenfleiß und das wieder einmal erfolgreiche Herbstkonzert zusammen mit dem Schedrik-Chor.
Gegen die Kälte draußen half dann drinnen eine kräftige Suppe, gestiftet von den Inhabern der „Post“, Ralf und Udo Schäfer, die bereits zum dritten Mal eingeladen hatten. Nach der „Äsung“ war ausreichend Zeit zum Fachsimpeln, für Lob und Kritik und manch lustige Anekdote, bevor sich die Ersten auf den Heimweg machten.

Das ausverkaufte Herbstkonzert der Chorgemeinschaft GERMANIA Siegburg in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle war mit dem Motto „..denn die Welt ist wunderschön!“ überschrieben und bot die Möglichkeit, den musikalischen Fundus auszuschöpfen. Das Publikum kam dabei nicht aus dem Staunen heraus. Die verzwickten a-cappella-Liedsätze von Hans Heinrichs, Wolfgang Kurz und Heinrich Poos wurden unter Musikdirektor Stefan Wurm famos interpretiert. Sie beschworen auf eindringliche Weise das Schicksal des Frosches im zugefrorenen Teich, der Kohlmeise auf der Leimrute und die tragische Hochzeit des Mückleins. Diese Sätze verlangen stimmliche Geschmeidigkeit, Textverständlichkeit und rhythmische Prägnanz. Das gilt in gleicher Weise für das Sauflied „In taberna quando sumus“ von Carl Orff und die Vagantenlieder von Karl Heinz Wolters, die zu einer Nagelprobe für deutliche Aussprache und aussagefähige Interpretation und Phrasierung werden können.